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Waldorfkindergarten Gänsweide e.V.
Mannheim Neckarau

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Kindgerechtes Lernen

Brötchen backen – Vorbereitung  Kinder mahlen Getreide

Kinder lernen im frühen Kindesalter durch unmittelbares leibliches Wahrnehmen und tätiges Mitvollziehen der Geschehnisse in ihrer Umwelt. Die sensorischen Tätigkeiten des Leibes in der Wahrnehmung sowie die motorischen Tätigkeiten des Leibes in der Bewegung bewirken eine komplexe neuronale Vernetzung des Gehirns. Auf dieser Basis kann sich im weiteren Verlauf der Entwicklung ein differenziertes Denk- und Vorstellungsvermögen ausbilden. Das Erleben der Welt durch das eigene Tätigsein regt darüber hinaus die Entdeckerfreude der Kinder an und bringt so die Individualität des Kindes zur Entfaltung.

Den besonderen Anforderungen, die das frühkindliche Lernen stellt, tragen wir durch vielfältige, im sinnvollen Zusammenhang zu unserem Alltag sowie zur Jahreszeit stehenden Tätigkeiten Rechnung. Die Kinder werden so zum eigenen sinnvollen Mittun bzw. zum nachahmenden Spiel angeregt. Beispielhaft sei hier genannt:

All diese Tätigkeiten werden vom Erzieher in besonderer Weise geplant und durchgeführt, so dass die Kinder den gesamten Prozess erleben, durchschauen und selbsttätig mit vollziehen können.

In diesem „Selbermachen“ erwerben die Kinder über die zahlreichen Bildungsmöglichkeiten hinaus vor allem auch Kräfte auf seelischer Ebene: Im Begreifen und Durchschauen der Prozesse erlebt sich das Kind als mitten in der Welt stehend und handelnd. So fühlt es sich mit der Welt verbunden und in ihr aufgehoben. Durch die Erfolge im eigenen Tätigsein wächst schließlich auch die Zuversicht, dass die Anforderungen des Lebens als Herausforderung begriffen werden können, welchen mit dem Vertrauen in die eigenen Kräfte begegnet werden kann.


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